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Corporate Social Responsibility - Verantwortung für die Gesellschaft
Celesio trägt nicht nur Verantwortung für ihre Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre, sondern engagiert sich auch für die Gesellschaft und die Umwelt. Für Celesio bedeutet verantwortungsvolles Handeln Wirtschaften mit Weitblick, was auch den Einsatz für Ziele, die jenseits der unternehmerischen Bilanz liegen, umfasst. Bereits der Firmengründer Franz Ludwig Gehe hat sich 1835 nachhaltigem und verantwortungsvollem Handeln verschrieben.
Hinter dem Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) verbirgt sich die Verantwortung eines Unternehmens für sein soziales, ökonomisches und ökologisches Umfeld. Das schon 1835 von Franz Ludwig Gehe bei der Unternehmensgründung verankerte unternehmerische Ziel, eine gute Arzneimittelversorgung für möglichst viele Menschen zu gewährleisten und so die Gesundheit der Menschen zu verbessern, ist auch heute noch im gesellschaftspolitischen und sozialen Engagement des Celesio-Konzerns sichtbar.
Sowohl in den europäischen Ländern, in denen Celesio aktiv ist, als auch in Entwicklungsländern sollen Menschen von der Kompetenz, der Erfahrung und dem Erfolg von Celesio profitieren. Der Verhaltenskodex und die Umweltrichtlinien von Celesio verankern die freiwilligen Verpflichtungen des Konzerns im Arbeitsalltag. Im März 2008 wurde eigens eine zentrale Stelle für alle Bereiche der Corporate Social Responsibility geschaffen. Sie koordiniert und steuert CSR-Projekte. Im Oktober 2008 führte Celesio eine CSR-Veranstaltungsreihe ein. Diese dient der Diskussion über verantwortungsvolles Handeln im Rahmen unternehmerischer Aktivität. Teilnehmer der Reihe sind Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.
Bessere Gesundheitsversorgung in Entwicklungsländern
Neben zahlreichen nationalen, regionalen und lokalen Engagements hat Celesio auch 2008 die seit 2004 bestehende Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Ärzte für die Dritte Welt fortgesetzt. Im Oktober 2007 war der Partnerschaftsvertrag um drei weitere Jahre verlängert worden. Damit unterstützt Celesio die herausragende Arbeit der Ärzte, die durch ihre Arbeit die medizinische Grundversorgung in den ärmsten Ländern der Welt sicherstellen und alltägliche Krankheiten behandeln. Die Ärzte für die Dritte Welt betreiben medizinische Ambulanzen und führen Impf-, HIV- und Tuberkuloseprogramme durch. Seit der Gründung im Jahr 1983 haben mehr als 2.300 Ärzte ehrenamtlich über 4.600 Einsätze in Entwicklungsländern geleistet. Celesio unterstützt Ärzte für die Dritte Welt nicht nur finanziell, sondern auch mit fachlicher Expertise und dem persönlichen Einsatz von Celesio-Mitarbeitern. Apotheker von Celesio helfen den Ärzten auch vor Ort.
2007 wurde in Indien die Pushpa Celesio Kinder-Tuberkulose-Klinik eingeweiht. Kinder aus ärmsten Verhältnissen haben kaum Hoffnung, einen Platz in einem öffentlichen Krankenhaus zu bekommen. Ihre Familien können weder die Kosten für den Arztbesuch noch den Aufenthalt im Krankenhaus bezahlen. Für diese Kinder ist die Celesio-Klinik überlebenswichtig und daher seit ihrer Eröffnung vollständig ausgelastet. Während der bis zu sechs Monate dauernden Behandlung bekommen die kleinen Patienten im Krankenhaus auch Schulunterricht. Celesio finanziert das Krankenhauspersonal, um den Krankenhausbetrieb längerfristig aufrechtzuerhalten.
Auch Apotheke DocMorris unterstützt die Ärzte für die Dritte Welt. Im Mathare Valley Slum im kenianischen Nairobi hilft die Celesio-Tochter bei der Behandlung von Kindern mit Rachitis. Dafür stellt Apotheke DocMorris von Juni 2008 bis Juni 2009 das wichtige Medikament Vigantol kostenfrei zur Verfügung und konnte damit bis Ende 2008 bereits 210 Kindern mit Rachitis helfen. Neben den Ärzten für die Dritte Welt engagiert sich Apotheke DocMorris für das Projekt „Insulin zum Leben“ der Deutschen Diabetes Union. 2008 spendete Apotheke DocMorris mit Hilfe seiner Kunden 60.000 Euro als Geld- und Sachspende.
Einsatz für sichere Arzneimittelversorgung
Neben Geld- und Sachspenden leistet Celesio Hilfe zur Selbsthilfe. Seit 2004 haben 23 Celesio-Apotheker aus fünf verschiedenen Ländern 31 Einsätze von Ärzte für die Dritte Welt mit ihrem Fachwissen unterstützt. Einsatzgebiete im Berichtszeitraum waren Kalkutta und Nairobi. Die Apotheker setzen sich vor Ort für eine sichere Arzneimittelversorgung ein. Besonders in Entwicklungsländern stellen gefälschte Arzneimittel ein großes Gesundheitsrisiko dar. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Entwicklungsländern bis zu zehn Prozent aller Arzneimittel gefälscht. Die Medikamente sind im besten Fall wirkungslos, im schlechtesten Fall verursachen sie Resistenzen und gefährden das Leben der Kranken. Damit Fälschungen rechtzeitig erkannt werden, stellt Celesio Minilabore zur Verfügung, mit denen regelmäßige Arzneimitteltests durchgeführt werden. Vor Ort testen Celesio-Apotheker Arzneimittel auf ihre Wirksamkeit, schulen das Personal im Umgang mit den Minilaboren und beraten die Ärzte für die Dritte Welt bei der Auswahl zuverlässiger Hersteller und Lieferanten. Dieses Engagement zeigt Wirkung: Während der erste Test im Jahr 2004 noch eine Fälschungsquote von 31 Prozent ergab, sank sie in den Folgejahren in den einstelligen Bereich. Am Ende des Berichtsjahres konnte in Nairobi erstmals sogar eine Fälschungsquote von null Prozent bescheinigt werden.
Anders als in Entwicklungsländern ist in Europa aufgrund der strengen Regularien eine lückenlose Arzneimittelsicherheit weiterhin gewährleistet. Zusammen mit der Pharmaindustrie versucht Celesio verbleibende Restrisiken zu eliminieren.
Aktiv für Umwelt- und Klimaschutz
Ein Jahr lang nahmen die Celesio-Konzernzentrale und GEHE Pharma Handel in Stuttgart am Umweltprogramm ECOfit des Landes Baden-Württemberg teil. Während des Programms wurden Daten zum Energie-, Wasser- und Papierverbrauch gesammelt, analysiert und in umweltverträgliche Celesio-Zielwerte übersetzt.
Die europaweit verbesserte Planung der Großhandelstouren und die Reduzierung der Lieferfrequenz pro Apotheke in Frankreich und Österreich reduzieren nicht nur Treibstoffkosten, sondern vor allem auch den CO2-Ausstoß deutlich.
Die Palette der Möglichkeiten, die Umwelt auch im operativen Geschäft zu entlasten, ist breit. Sie reicht von wieder verwertbaren Transportboxen im Großhandel bis hin zu Aktionen vom Großhandel oder von Apotheken, mit denen quecksilberhaltige Thermometer eingesammelt und fachgerecht entsorgt wurden.
Umweltbezogene Projekte und Initiativen sollen in den nächsten Jahren konzernweit ausgebaut werden.

